China und Griechenland sollten in der Seidenstraßeninitiative zusammenarbeiten und gemeinsam die Land- und Seeverbindungen zwischen China und Europa zu Schlüsselrouten für den Gütertransport ausbauen, sagte Präsident Xi Jinping am Montag.

Chinas Staatspräsident Xi Jinping trifft sich mit seinem griechischen Amtskollegen Prokopis Pavlopoulos.

Xi äußerte sich in diesem Sinne bei seiner Zusammenkunft mit dem griechischen Staatspräsidenten Prokopis Pavlopoulos in Athen im Rahmen seines gegenwärtigen Staatsbesuchs in dem südeuropäischen Land.

Die beiden Staatsführer kamen darin überein, das gegenseitige politische Vertrauen zu festigen, die praktische Zusammenarbeit zu vertiefen und die Weisheit ihrer alten Kulturen zum Aufbau einer Zukunftsgemeinschaft der Menschheit einzusetzen.

China und Griechenland, beides alte Zivilisationen, teilten ähnliche Überzeugungen und hätten ihren Weg in die Moderne durch harte Arbeit geschafft, sagte Xi und fügte hinzu, dass voneinander zu lernen eine grundlegende Bedingung für die Entwicklung von Kulturen sei, so Xi.

Im vergangenen Jahrhundert habe die Welt große und noch nie dagewesene Veränderungen gesehen. Die beiden Länder sollten die Zusammenarbeit vertiefen, den Austausch zwischen ihren Kulturen fördern und den Aufbau einer vernünftigereren und gerechtereren internationalen Ordnung anregen, so Xi. Er rief die beiden Länder dazu auf, durch eine weitere Öffnung und den Ausbau der praktischen Zusammenarbeit ein leuchtendes Vorbild für die chinesisch-europäische Kooperation zu liefern. China möchte gemeinsam mit Griechenland Anstrengungen unternehmen, um die Zusammenarbeit zwischen China und den mittel- und osteuropäischen Ländern zu fördern, sagte Xi.

Xi unterstrich Chinas Haltung in der Frage des Kulturaustausches und sagte, dass die Menschheit der Moral folgen sollte, nicht dem Egoismus. China werde niemals nach Hegemonie streben, noch werde das Land dem Konzept des Nullsummenspiels folgen, denn die Chinesen verfügten nicht über derartige kulturelle Gene oder Ambitionen, sagte Xi. Sowohl China wie auch Griechenland unterstützten den gegenseitigen Austausch und wollten voneinander lernen. Beide Seiten lehnten die absurde These des Kampfes der Kulturen ab, meinte der Staatspräsident.

Die beiden Länder sollten auch koordinierte Anstrengungen zur Bewahrung des Multilateralismus unternehmen, die Koordination über wichtige globale Fragen ausbauen, die multilaterale Kooperation im Rahmen etwa der Vereinten Nationen stärken, und sich dem Aufbau einer Zukunftsgemeinschaft der Menschheit widmen, so Xi.

Pavlopoulos sagte, dass die Griechen naturgemäß freundschaftliche Gefühle gegenüber Chinesen hegten, weil beide Länder altüberlieferte Zivilisationen seien. Es sei großartig zu sehen, dass die Volksrepublik China in den zurückliegenden 70 Jahren solch außerordentlichen Errungenschaften erzielt hätte, sagte er.

Sowohl Griechenland wie auch China förderten den Dialog zwischen den Zivilsationen. Griechenland stelle sich entschieden gegen die so genannte These des Kampfes der Kulturen, denn echte Kulturen würden keine Konflikte heraufbeschwören, sagte Pavlopoulos. Konflikte würden im Übrigen keine Probleme lösen. Chinas Geschichte und die derzeitige Entwicklung des Landes widerlegten die These vom Kampf der Kulturen, und die These, dass jedes Land nach Hegemonie strebte, meinte der griechische Staatspräsident.

Xi traf am Montag auch mit dem griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis zusammen. Die beiden Politiker wohnten der Unterzeichnung einer Reihe von Kooperationsvereinbarungen bei, die Investitionen, Häfen, Finanzen, Energie und Bildung betreffen.

Beide Staaten veröffentlichten eine gemeinsame Stellungnahme über die weitere Stärkung ihrer umfassenden strategischen Zusammenarbeit. China werde entschlossen die Politik der Öffnung fortsetzen und so allen Ländern, darunter natürlich auch Griechenland, noch mehr Gelegenheit zur Zusammenarbeit bieten, sagte Xi gegenüber Mitsotakis. China und Griechenland sollten den Aufbau der Seidenstraßeninitiative mit der Strategie Griechenlands verbinden, eine wichtige internationale Logistik-Drehscheibe zu schaffen, so Xi.