Journalistenverbände verurteilten gemeinsam mit der Nachrichtenagentur Xinhua gewalttätige Demonstranten für die Randale am Büro der Agentur im asiatisch-pazifischen Raum am Samstag, als Hongkong in die 22. Woche gewaltsamer Proteste eintrat. Ein Sprecher von Xinhua forderte die Hongkonger Polizei auf, eine gründliche Untersuchung des Vorfalls durchzuführen.

Am Samstagnachmittag zerstörten mehrere Randalierer die Sicherheitseinrichtungen des Bürogebäudes der Nachrichtenagentur Xinhua für den asiatisch-pazifischen Raum, sprühten beleidigende Worte an die Wände und zertrümmerten das Eingangstor und einige Fenster. [Foto: Xinhua]

Die Randalierer zerstörten die Sicherheitseinrichtungen des Bürogebäudes, sprühten beleidigende Nachrichten auf die Außenwände und zertrümmerten das Eingangstor und einige der Fenster. Sie warfen auch Brandsätze in die Lobby des Gebäudes. Die gewalttätigen Aktionen der Randalierer zeigten, dass "die Beendigung der Gewalt, die Eindämmung des Chaos und die Wiederherstellung der Ordnung" die wichtigste und dringlichste Aufgabe für Hongkong sei, sagte der Sprecher der Agentur. Der Hongkonger Journalistenverband, der rund 1000 Journalisten in Hongkong vertritt, verurteilte ebenfalls die Gewalttätigkeiten gegen die Nachrichtenagentur Xinhua.

Die Angriffe der Randalierer seien eine ernsthafte Provokation für die staatlichen Medien und eine mutwillige Verletzung der Pressefreiheit in Hongkong, so der Verband. Er forderte die Polizei auf, die Randalierer strafrechtlich zu verfolgen und ein normales, sicheres und stabiles Arbeitsumfeld für Nachrichtenorganisationen und Journalisten zu gewährleisten. Der Hongkonger Redaktionsmanagerverband gab auch eine Erklärung heraus, in der er die Gewalttaten verurteilte und die Polizei aufforderte, strenge Maßnahmen zu ergreifen, um den normalen Betrieb von Nachrichtenorganisationen zu gewährleisten.

Hongkong wurde am Samstag von einer neuen Runde der Gewalt in der ganzen Stadt heimgesucht. Ein unschuldiger Bewohner wurde von einer Gruppe von Randalierern in Mong Kok angegriffen und blutend mit dem Gesicht nach unten am Boden liegen gelassen. Ihm wurden vor der Öffentlichkeit die Kleider weggerissen. Die Polizei verhaftete bei einem Einsatz fünf Personen wegen Besitzes von Angriffswaffen und beschlagnahmte rund 100 Benzinbomben. Ein Sprecher der Regierung von Hongkong sagte, die Verhaltensweisen der Randalierer seien "unfassbar und verdienen die schärfste Verurteilung". In einer Erklärung vom Samstagabend sagte der Sprecher, die gewalttätigen Demonstranten hätten den Bewohnern große Unannehmlichkeiten bereitet und die öffentliche Sicherheit bedroht. Die Maßnahmen der Polizei zur Abwehr und Verhaftung der mutmaßlichen Straftäter seien notwendig gewesen, da die öffentliche Sicherheit gewährleistet und die Rechtsstaatlichkeit gewahrt werden müsse.