Während der am Montag beendeten siebentägigen Ferienwoche nach dem Nationalfeiertag haben die Einwohner von Chongqing SMS-Nachrichten der Sicherheitsbehörden erhalten, in denen sie gebeten wurden, beliebte Ausflugsziele zu meiden, um das Verkehrsaufkommen zu mindern und auswärtigen Besuchern mehr Raum zu lassen.

Nach Angaben des städtischen Komitees für Kultur- und Tourismus habe Chongqing in den ersten vier Tagen der Ferienwoche mehr als 20 Millionen chinesische und ausländische Touristen empfangen.

Aber nicht nur in dieser Stadt herrschte Vollbetrieb: Chinas Haupttouristenattraktionen wurden in der Ferienwoche von 782 Millionen Besuchern belagert. Dies entspricht nach Angaben des Ministeriums für Kultur und Tourismus vom Montag einer Steigerung um 7,81 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Leidenschaft der Konsumenten fürs Geldausgeben erreichte über die Feiertage einen neuen Höhepunkt, sowohl im Tourismusbereich wie auch bei den Dingen des täglichen Bedarfs, wobei sich ein Trend zu mehr Lebensqualität und hochwertigeren Verbrauchsgütern bemerkbar machte.

Touristen gaben über die Ferientage fast 650 Milliarden Yuan (91 Milliarden US-Dollar) aus, was einer Steigerung um 8,47 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Am Montag gab das Handelsministerium bekannt, dass Einzelhandel und Gastronomie während der Ferienzeit landesweit 1,52 Billionen Yuan umgesetzt hätten, 8,5 Prozent mehr als in der Urlaubswoche des Vorjahres.

Das Online-Reiseunternehmen Lümama berichtet, dass Tourismusangebote im höheren Preissegment im Trend lägen und die Konsumenten auch abends mehr Geld ausgäben. Dies spiegele eine gestiegene Kaufkraft wider.

Als attraktivste Form des Tourismus hätten sich Kleingruppen mit nicht mehr als zehn Personen erwiesen, die über einen eigenen Fahrer, Touristenführer und gute Übernachtungsmöglichkeiten verfügten.

Lümama meldet eine Steigerung von 35 Prozent der Ausgaben für das Nachtleben, worunter beispielsweise Aktivitäten wie der Besuch von Musicals an Touristenorten fallen.

Das Ministerium für Kultur und Tourismus sagt, dass nahezu 45 Prozent aller Inlandstouristen am Nachtleben teilnähmen.

Der E-Commerce-Gigant JD meldet für den Zeitraum vom 1. bis 4. Oktober eine Steigerung um 412 Prozent beim Verkauf von Outdoor-Sportgeräten. Um 183 Prozent seien die Verkaufszahlen für Videoprodukte und Computerspiele gestiegen. Die Ausgaben für Smartphones und elektronische Geräte hätten einen Anstieg um 90 Prozent zu verzeichnen gehabt.

Alibaba Group, ein weiterer Handelsriese im Internet, sagt, dass während der Feiertage mehr als drei Millionen Bestellungen für Kweichow Moutai Schnaps auf seiner Tmall Verkaufsplattform eingegangen seien, was den Schnapsumsatz gemessen am Vorjahr um das Zwölffache anwachsen ließ.

Das Unternehmen gab bekannt, dass über Hema Xiansheng, die Online-Supermarktkette von Alibaba, in den ersten drei Tagen der Ferienwoche rund 40.000 Krabben aus dem Yangcheng-See - eine Spezialität der Herbstsaison - verkauft worden seien. Der Handel mit Königskrabben sei im Vergleich zum Vorjahr um 3000 Prozent angestiegen.