Die Chinesische Akademie der Wissenschaften (CAS) und die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina haben am Montag in Beijing eine Erklärung unterzeichnet, in der sich darauf verständigt haben, die Grundlagenforschung auszubauen und den Kontakt zwischen jungen Forschern aus beiden Ländern zu fördern. Die beiden Akademien unterzeichneten diese Erklärung auf der Eröffnungsveranstaltung der ersten gemeinsamen CAS-Leopoldina Konferenz unter dem Motto: "Science for Future: All Starts with Basic Research."

Die Chinesische Akademie der Wissenschaften (CAS) und die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina unterzeichnen die Beijinger Erklärung (Foto con CAS)

Bai Chunli, Präsident der CAS, sagte in seiner Ansprache, dass die Herausforderungen, die einen hohen Druck auf eine künftige nachhaltige Entwicklung der menschlichen Gemeinschaft ausübten, nicht auf Klimawandel, Katastrophenschutz, Migration, Umweltverschutzung, die Ausbreitung ansteckender Krankheiten, Armut und ungleichmäßige Entwicklung beschränkt seien.

Er hob die Bedeutung der Grundlagenforschung für Innovation und Fortgang der Wissenschaften hervor. Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses stelle unerschöpfliche Inspirationen und Quellen der Weisheit zur Verfügung.

Jörg Hacker, der Präsident der Leopoldina, machte deutlich, dass eine Stärkung der Grundlagenforschung der Schlüssel zur Bewältigung der von seinem chinesischen Kollegen aufgezählten Herausforderungen sei. Die Beijinger Erklärung wolle das Bewusstsein für die Bedeutung der Naturwissenschaften und der Grundlagenforschung schärfen, eine verantwortungsbewusste, vom Geiste der Kooperation getragene wissenschaftliche Forschung fördern und eine stimulierende Umgebung für den Fortschritt in den Wissenschaften bereitstellen.

Bai Chunli versprach, dass die CAS weiterhin herausragende Nachwuchswissenschaftler fördern und dazu ermutigen werde, sich an vorderster Front der Forschung zu positionieren.

Am gleichen Tag veranstalteten die CAS und die Leopoldina ein Forum für junge Forscher. Dort tauschten sich 36 Jungwissenschaftler aus beiden Ländern über die Ergebnisse ihrer Forschung aus und sprachen mit Koryphäen ihres Fachgebiets.