Zwei prominente Wirtschaftsgrößen aus Hongkong werden in dieser Woche ein Treffen der Vereinten Nationen besuchen, um dort die Stadtregierung der Sonderverwaltungszone Hongkong zu verteidigen. Sie sagen, dass die Demonstranten, welche die Unruhen in der Stadt in den vergangenen drei Monaten verursacht haben, nicht die Mehrheit der Bevölkerung von Hongkong repräsentieren würden.

Macao Casino Erbin Pansy Ho Chiu-king sowie Annie Wu Suk-ching, die Tochter von James Tak Wu, dem Gründer der Catering-Gruppe Maxim, werden am Dienstag ein Treffen des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen besuchen. Ihre Reden wurden jeweils bereits auf der Webseite des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen veröffentlicht, dem weltweit wichtigsten Aufsichtsorgan für Menschenrechtsfragen. Dabei weisen die beiden Unternehmerinnen darauf hin, dass die Ansichten einer kleinen Gruppe an radikalen Demonstranten nicht die Ansichten aller 7,5 Millionen Einwohner von Hongkong repräsentieren würden.

„Die systematischen und kalkulierten, gewalttätigen Akte dieser Gruppe wurden niemals von allen Menschen in Hongkong geduldet“, sagen sie. Hongkong wurde in den vergangenen 22 Jahren seit der Rückgabe an das Mutterland im Jahr 1997 nach dem Prinzip „ein Land, zwei Systeme“ verwaltet. Hongkong werde auch weiterhin ein hohes Maß an Autonomie, wirtschaftlichem Wohlstand und sozialer Stabilität beibehalten, wie aus den Reden hervorgeht. Allerdings seien die Grundlage von diesem Wohlstand und die Basis der Stabilität von den gewalttätigen Protesten in den vergangenen drei Monaten bis ins Mark erschüttert worden. „Diese radikalen Demonstranten führen im Namen der Menschenrechte gewalttätige Akte durch. Tatsächlich jedoch verletzten sie die grundsätzlichen Menschenrechte der Meinungsäußerung, der Sicherheit und des Alltagslebens der anderen Bürger, die nicht Teil dieser Gruppe sind und ihre radikalen Ansichten und Taktiken nicht eilen“, sagen sie.