Chinas neue Mondmission ist erfolgreich angelaufen. Der Rover Yutu-2 legte vor Eintritt der Mondnacht 284 Meter auf der Mondoberfläche zurück. Ziel ist die Gewinnung von wissenschaftlichen Daten gemeinsam mit anderen Ländern.

Chinas Mondrover Yutu-2 hat auf der Rückseite des Mondes eine Strecke von 284,66 Metern zurückgelegt. Ziel der Mission ist die Erkundung des noch unbekannten Geländes. Sowohl der Lander als auch der Rover der Sonde Chang'e-4 schalteten am Freitag wegen der Mondnacht und der damit ausbleibenden Sonnenenergie in den Ruhemodus, wie das Lunar Exploration and Space Program Center der nationalen Weltraumbehörde Chinas mitteilte.

Die Sonde war am 8. Dezember ins Weltall gestartet und am 3. Januar sanft im Von-Karman-Krater gelandet, der im Südpol-Aitken-Becken auf der Rückseite des Erdtrabanten liegt.

Ein Mondtag und eine Mondnacht entsprechen je 14 Erdtagen bzw. -nächten. Am neunten Mondtag funktionierten die wissenschaftlichen Instrumente auf dem Lander und dem Rover gut und ein neues Datenpaket im Umfang von 2,9 Gigabyte wurde zur Analyse an das Forscherteam auf der Erde gesendet.

Aufgrund des Gezeitenblockierungseffekts ist der Rotationszyklus des Mondes identisch mit dem Rotationszyklus der Erde, sodass immer die gleiche Mondseite zur Erde zeigt. Die Rückseite des Mondes weist einzigartige Merkmale auf. Wissenschaftler erwarten, dass Chang’e-4 bahnbrechende Erkenntnisse bringen könnte.

Die Aufgaben der Mission umfassen niederfrequente radioastronomische Beobachtung, die Vermessung des Geländes und der Landformen, die Bestimmung der Mineralzusammensetzung und der flachen Mondoberflächenstruktur sowie die Messung der Neutronenstrahlung und der neutralen Atome. Die Mission hat noch vier Geräte an Bord, die von den Niederlanden, Deutschland, Schweden und Saudi-Arabien entwickelt wurden.