Der chinesische Staatsrat und Außenminister Wang Yi (rechts) führt am 9. August 2019 in der chinesischen Hauptstadt Beijing Gespräche mit dem pakistanischen Außenminister Shah Mahmood Qureshi. Qureshi war zu einem außerplanmäßigen Sonderbesuch nach China gereist.

China sei der Ansicht, dass keine „einseitigen“ Maßnahmen ergriffen werden sollten, die die Lage in Kaschmir erschweren könnten, sagte der Staatsrat und Außenminister Wang Yi am Freitag in Beijing.

Wang machte seine Äußerungen während eines Treffens mit dem pakistanischen Außenminister Shah Mahmood Qureshi, der zu einem außerplanmäßigen Sonderbesuch nach China gereist war. Qureshi informierte Wang ausführlich über Pakistans Sichtweise, Position und Gegenmaßnahmen zur jüngsten Entwicklung der Situation in Kaschmir.

Wang drückte Chinas ernste Besorgnis über die jüngste Eskalation der Unruhen in Kaschmir aus und sagte, die Kaschmir-Frage sei ein Streit, der aus der Kolonialgeschichte der Region hervorgegangen sei und auf friedliche Weise im Einklang mit der UN-Charta, den einschlägigen Resolutionen der UN-Sicherheit und dem bilateralen Abkommen zwischen Pakistan und Indien behandelt werden müsse.

China und Pakistan seien „strategische Allwetter-Partner“ und hätten sich in Fragen der Kerninteressen immer verstanden und unterstützt, was eine gute Tradition darstelle, die beide Länder schätzen sollten, betonte Wang.

„China wird Pakistan weiterhin nachdrücklich bei der Wahrung seiner legitimen Rechte und der Wahrung der Fairness in internationalen Angelegenheiten unterstützen“, so Wang.

Sowohl Pakistan als auch Indien seien freundlich gesinnte Nachbarländer Chinas und wichtige Entwicklungsländer im entscheidenden Stadium der Entwicklung, sagte Wang. Er forderte beide Seiten auf, ihrer jeweiligen nationalen Entwicklung und dem Frieden in Südasien Vorrang einzuräumen, mit historischen Missständen richtig umzugehen, einseitige Aktionen zu vermeiden und einen neuen Weg des friedlichen Zusammenlebens zu suchen.