In China sind die durchschnittlichen Preise im Juli mehr als erwartet gestiegen. Hauptursachen sind dafür vor allem die hohen Preise für Obst und Schweinefleisch.

Ein Bürger kauft am 9. März 2019 Gemüse auf einem Markt in Wuxi in der ostchinesischen Provinz Jiangsu. [Foto / Xinhua]

Chinas Verbraucherpreisindex (VPI), ein Hauptindikator für die Inflation, stieg im Juli gegenüber dem Vorjahr um 2,8 Prozent, nach 2,7 Prozent im Juni, teilte das Staatliche Statistikamt am Freitag mit.

Der Wert übertraf die Markterwartungen von 2,7 Prozent. Im Monatsvergleich stiegen die Verbraucherpreise im vergangenen Monat um 0,4 Prozent.

Die Lebensmittelpreise stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat um 9,1 Prozent gegenüber 8,3 Prozent im Juni, während die Preise für Nichtlebensmittel um 1,3 Prozentpunkte und damit um 0,1 Prozentpunkte niedriger als im Juni waren.

Teures Obst und Schweinefleisch seien weiterhin die Hauptgründe für die höhere Inflationsrate, sagte Dong Yaxiu, offizieller Vertreter der Statistikbehörde.

Die Obstpreise stiegen im Jahresvergleich um 39,1 Prozent und trugen 0,63 Prozentpunkte zum VPI im Juli bei. Die Schweinefleischpreise setzten den Aufwärtstrend im letzten Monat aufgrund des knappen Angebots fort und stiegen gegenüber dem Vorjahr um 27 Prozent und gegenüber dem Vormonat um 7,8 Prozent.

Der VPI in städtischen und ländlichen Gebieten verzeichnete gegenüber dem Vorjahr ein Wachstum von 2,7 Prozent beziehungsweise 2,9 Prozent.

In den ersten sieben Monaten stiegen die Verbraucherpreise laut der Behörde im Durchschnitt um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Daten vom Freitag zeigten auch, dass der chinesische Erzeugerpreisindex, der die Kosten für Waren am Produktionsstandort misst, im Juli gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Prozent gesunken ist.