Chinas kleine und mittelgroßen Banken verfügen über eine relativ umfassende Liquidität und können mit ruhiger Hand geführt werden. Die allgemeinen Risiken in ihrem Geschäftsgang sind unter Kontrolle. Dies geht aus einem Bericht der Chinesischen Banken- und Versicherungsaufsichtsbehörde hervor, auf den in einem Interview mit der von der chinesischen Zentralbank herausgegeben Zeitschrift Financel News vom Sonntag Bezug genommen wird.

Obwohl einige kleine und mittelgroße Banken bislang noch nicht fristgerecht ihre Jahresberichte veröffentlicht hätten, handelte es sich dabei um Ausnahmen. Darunter seien Banken, die sich gerade im Prozess der Umstruktierung befänden, andere bereiteten sich auf den Börsengang vor oder hätten durch einen Wechsel des Auditors ihren Auditoringprozess noch nicht abschließen können.

Sie hätten ihre Lage gegenüber der Regulierungsbehörde offengelegt, woraufhin diese die Auditoren dazu angehalten habe, ihre Arbeit zu beschleunigen, damit die Geschäftsberichte der Banken so bald wie möglich veröffentlicht werden könnten.

Die Regulierungsbehörde wolle kleine und mittelgroße Banken weiterhin unterstützen, damit sich diese auf ihr Hauptgeschäft konzentrieren könnten und in die Lage versetzt wären, in proaktiver Weise Probleme zu lösen und ihre Entwicklung zu Banken von hoher Qualität anzustoßen.

Kürzlich hat das Komitee für Finanzstabilität und Entwicklung des Staatsrates ein Treffen zwischen staatseigenen Großbanken und kleineren börsennotierten Geschäftsbanken geleitet, wobei im Interesse der Marktordnung die Fortsetzung eines stabilen Umfangs des Interbankengeschäfts mit anderen kleinen und mittelgroßen Banken beschlossen wurde.

Die Zentralbank ließ am Sonntag verlautbaren, dass sie eine Reihe von geldpolitischen Maßnahmen ergreife, um dem Finanzmarkt Liquidität in einer vernünftigen und angemessenen Weise zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus gebe es gezielte Unterstützung in Sachen Liquidität für kleine und mittelgroße Banken.

"Allgemein lässt sich sagen, dass kleine und mittelgroße Banken über ausreichend Kapital und Liquidität verfügen. Ihr Gesamtrisiko ist unter Kontrolle," meint Wen Bin, Analyst bei der China Minsheng Banking Corp.

Einige Banken hätten jedoch Liquiditätsprobleme und Kreditrisiken aufzuweisen gehabt, was auf blinde Expansion, exzessive Aufnahme von Fremdkapital und fehlendes Risikomanagement zurückzuführen sei.

"Es besteht aber kein Grund zur Besorgnis hinsichtlich der Risiken im chinesischen Bankgewerbe, denn es gibt eine Einlagensicherung. Dank Maßnahmen wie der zeitweiligen Übernahme einer Bank durch ein anderes Finanzinstitut unterstützen die Regulierungsbehörden kleine und mittelgroße Banken bei der Sicherung ihrer Liquidität," so Wen.