Insgesamt 37 Mitglieder der 35. chinesischen Antarktis-Forschungsmission sind am Freitagabend nach einer sechstägigen, stürmischen Reise von 520 km Länge an der Station Zhongshan eingetroffen.

Die Forscher waren am 3. Februar von der Station Taishan, die sich auf einer Höhe von 2621 Metern zwischen den Stationen Zhongshan und Kunlun befindet, gestartet. Die Stationen sind die letzten drei der vier seit 1964 erbauten chinesischen Forschungsstützpunkte auf dem antarktischen Eisschild.

Die chinesischen Forscher, 21 davon aus dem Taishan-Team und 16 aus dem Kunlun-Team, waren nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer Mission nach Zhongshan gekommen. Die beiden Teams waren am 18. Dezember aus der Nähe von Zhongshan zu ihren jeweiligen Missionen aufgebrochen.

Das Taishan-Team hat dabei das Bauprojekt verschiedener Nebengebäude in Taishan in 38 Tagen und eine Woche früher als geplant abgeschlossen. Taishan wurde im Februar 2014 in Betrieb genommen, nachdem das Hauptgebäude am Boden fertiggestellt war.

Das Kunlun-Team führte unter anderem Forschungsarbeiten zur Astronomie, zu den Eisbergen sowie Vermessungen und Kartierungen durch. So richteten sie beispielsweise - etwa 100 Kilometer von Zhongshan entfernt - am 7. Februar eine neue automatische Wetterstation ein. Die Teammitglieder waren am 31. Januar in Taishan angekommen, um sich dort den Forschern anzuschließen.

Die Mitglieder beider Forschungsteams sollen voraussichtlich am 15. Februar an Bord des chinesischen Eisbrechers „Xuelong“ gehen, die Antarktis verlassen und nach Hause zurückkehren, hieß es. Sie sollen dann voraussichtlich am 10. März in Shanghai eintreffen.