In Zeiten, in denen aufgrund vereinfachter Visa-Bestimmungen immer mehr Chinesische Staatsbürger ins Ausland reisen, sollten diese sich der Sicherheitsrisiken in den bereisten Ländern bewusst sein.

Laut Guo Shaochun, Leiter der Abteilung für konsularische Angelegenheiten beim Außenministerium, hat sich das Ministerium samt den ausländischen Botschaften und Konsulaten im vergangenen Jahr mit rund 80.000 Fällen von konsularischem Schutz und Unterstützung befasst.

Etwa 40.000 dieser Fälle bezogen sich auf schwerwiegende Zwischenfälle wie Ertrinken, Autounfälle, Raub oder Diebstahl oder Probleme bei der Einreise. Zu den schwersten Vorfällen zählte unter anderen ein sinkendes Boot in den Gewässern vor Phuket in Thailand, auf dem 16 chinesische Touristen ums Leben kamen. Oder ein Taifun in Saipan, in dem rund 1500 chinesische Touristen gefangen waren, sagte Guo.

„Insgesamt 759 chinesische Touristen starben letztes Jahr an Unfällen im Ausland und wir sind traurig über diese Zahl", sagte er den Reportern am Mittwoch auf einer Pressekonferenz. Wenn Touristen bewusster mit den Sicherheitsrisiken umgingen, „würde die Zahl stark zurückgehen", sagte er.

Die Zahl der Chinesen, die ins Ausland reisen, erreichte im Jahr 2018 140 Millionen, ein Zuwachs von 13,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Sie besuchten 157 Länder, wie es in einem Bericht der „China Tourism Academy“ am Dienstag heißt.

Reisen ist auch einfacher geworden. Die Vereinigten Arabischen Emirate sind zum Beispiel eines von vier Ländern, die letztes Jahr ein Abkommen über die Befreiung von der Visumpflicht mit China unterzeichnet haben. So können 72 Länder und Regionen ab sofort visumfrei oder mit einem Visum bei Einreise von chinesischen Staatsbürgern mit normalen Reisepässen besucht werden.

Das Abkommen wird etwa 1 Millionen Chinesen, die die Vereinigten Arabischen Emirate besuchen, sowie bis zu 3,5 Millionen Transitpassagieren pro Jahr zugutekommen.

„Wir sind mit den Fortschritten, die wir im vergangenen Jahr gemacht haben, sehr zufrieden und werden uns auch weiterhin dafür einsetzen, den Wert des chinesischen Passes zu steigern", sagte Guo.

„China hat mit einigen Ländern eine neue Verhandlungsrunde über die Vereinfachung der Visaregelungen eingeleitet. Weitere gute Nachrichten werden nächstes Jahr zu hören sein", sagte er.