Tesla-Chef Elon Musk ist am Mittwoch in Beijing von Chinas Ministerpräsidenten Li Keqiang empfangen worden. Li gratulierte Musk zum neuen Werk in Shanghai, das am Montag eröffnet wurde.

Chinas Ministerpräsident Li Keqiang und Tesla-Chef Elon Musk bei einem Treffen im Beijinger Regierungskomplex Zhongnanhai am 9. Januar 2019, Agenturfotos.

Chinas Ministerpräsident Li Keqiang hat die Offenheit seines Landes für ausländische Investoren bekräftigt. Das Land freue sich, wenn Unternehmen aus anderen Ländern die Kooperation und Investitionen mit China verstärken, sagte er am Mittwoch bei einem Treffen mit Tesla-Chef Elon Musk im Beijinger Regierungskomplex Zhongnanhai.

Li gratulierte Tesla zum Spatenstich für das neue Werk in Shanghai am Montag. Dort wird das erste Projekt für Fahrzeuge mit erneuerbaren Energien realisiert, das vollständig in ausländischer Hand liegt. China hatte zuvor den Joint-Venture-Zwang im Automobilsektor aufgehoben. Man erwarte, dass Tesla sich weiter an der Reform und Öffnung in China beteilige und zu einer stabilen Entwicklung der Beziehungen zwischen China und den USA beitrage.

Musk zeigte sich beeindruckt von Chinas rasanter Entwicklung und der Effizienz bei der Eröffnung einer Autofabrik in Shanghai. Die Tesla-Fabrik werde eine der fortschrittlichsten der Welt sein und Produkte herstellen, die auf den chinesischen Markt zugeschnitten sind. So sollten Ergebnisse zu beiderseitigem Vorteil erzielt werden.

Das Werk in Tesla sei eines von sieben Projekten mit ausländischer Beteiligung, sagte Ning Jizhe, stellvertretender Leiter der Kommission für Nationale Entwicklung und Reform. Andere umfassten ein neues Werk des deutschen Automobilherstellers BMW in Shenyang und zwei petrochemische Anlagen in der Provinz Guangdong, eine davon im alleinigen Besitz der deutschen BASF und die andere von Exxon-Mobil aus den USA.

Eine zweite Serie von Großprojekten mit dem Schwerpunkt auf erneuerbaren Energien werde im ersten Quartal vorangetrieben. Jedes Projekt kostet Ning zufolge mehrere Milliarden US-Dollar.

Der nächste Schritt sei die Umsetzung der vor Kurzem aktualisierten Negativliste für ausländische Investitionen aus dem Jahr 2018 sowie die Einrichtung der Freihandelszonen. Dabei würden auch weitere Hindernisse für ausländische Geldgeber aus dem Weg geräumt. Eine Negativliste führt Branchen auf, die für ausländische Investoren tabu sind, alle anderen Wirtschaftszweige stehen sämtlichen Kapitalgebern offen.

China beschleunige zudem die Überarbeitung der Kataloge mit Leitlinien für Auslandsinvestitionen in Industrieanlagen und solchen Investitionen, die für Zentral- und Westchina besonders vorteilhaft sind.