In China hat sich die Luftqualität im vergangenen Jahr verbessert. Es gab einen weiteren Rückgang der Anzahl der registrierten Smogtage, wie die oberste Umweltbehörde am Montag mitteilte.

Im Jahr 2018 wurde die durchschnittliche Konzentration von PM2.5-Partikeln – Partikel mit einem Durchmesser von 2,5 Mikrometer oder weniger, die für den Menschen gefährlich sein können – in 338 Städten in China gegenüber dem Jahr 2017 um 9,3 Prozent reduziert. Sie erreichte 39 Mikrogramm pro Kubikmeter, teilte das Ministerium für Ökologie und Umwelt mit.

Im Jahr 2018 hatten insgesamt 79,3 Prozent der Tage blauen Himmel, 1,3 Prozentpunkte mehr als im Jahr 2017, hieß es. Tage mit blauem Himmel beziehen sich auf Tage, an denen der durchschnittliche Luftqualitätsindex unter 100 liegt.

Auch in der Region Beijing-Tianjin-Hebei verbesserte sich die Luftqualität im vergangenen Jahr: Die durchschnittliche Konzentration von PM2.5 sank von 2017 um 11,8 Prozent auf 60 Mikrogramm pro Kubikmeter, teilte das Ministerium in einer Veröffentlichung mit.

Im Dezember erlebte die Hauptstadt, die im Winter anfällig für Smog ist, 86,7 Prozent der Tage mit blauem Himmel, 2,8 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr, hieß es.

China will seine Umweltqualität insgesamt verbessern und bis zum Jahr 2020 eine deutliche Verringerung der Schadstoffemissionen sicherstellen, wie aus einer hochrangigen Richtlinie zur Verschärfung der Smogbekämpfung hervorgeht.

Bis 2020 muss der Prozentsatz der Tage mit mäßiger und guter Luftqualität in den Städten 80 Prozent erreichen. Der Ausstoß von Schwefeldioxid und Stickoxiden muss laut einer Richtlinie der zentralen Leitung und des Staatsrates vom Juni mindestens 15 Prozent unter dem Niveau von 2015 liegen.

Bis zum Jahr 2035 soll sich die Umwelt des Landes grundlegend verbessert haben, nachdem die Industriestruktur und der Lebensstil der Menschen umweltfreundlicher geworden sind, hieß es weiter.

Zu den 10 Städten mit der besten Luftqualität im Jahr 2018 gehören Städte in südlichen Küstenregionen wie Xiamen, Provinz Fujian und Haikou, Provinz Hainan, und Regionen mit begrenztem industriellem Wachstum wie Lhasa, Tibet. In der Provinz Hebei, Chinas größter Stahlproduzierenden Region, befanden sich 2018 jedoch fünf der zehn smogreichsten Städte des Landes, darunter Shijiazhuang, Xingtai und Tangshan.

Ma Jun, Direktor des Instituts für Politik und Umwelt, einer in Beijing ansässigen Umweltorganisation, sagte: „Die Verbesserung der Luftqualität hat gezeigt, dass umfassende Kontrollen – einschließlich der Reduzierung des Kohleverbrauchs, der Schließung von Unternehmen, welche die Umwelt verschmutzen, der Einschränkung der Nutzung von Fahrzeugen und strengen Kontrollen – funktioniert haben.

Er warnte jedoch davor, dass sich die Luftqualität trotz des positiven Trends in einigen Regionen und in bestimmten Zeiträumen noch verschlechtern könnte, so dass die Kontrollen fortgesetzt werden müssten.