China und die Vereinigten Staaten eröffnen am Freitag in Washington die zweite Runde ihrer diplomatischen und sicherheitspolitischen Gespräche. Dies geht aus einer Ankündigung des Außenministeriums hervor.

Die erste Runde hatte im Juni 2017 ebenfalls in der US-Hauptstadt stattgefunden.

Yang Jiechi, Mitglied des Politbüros des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas, werde dem Treffen gemeinsam mit US-Außenminister Mike Pompeo und dem amerikanischen Verteidigungsminister Jim Mattis vorsitzen, sagte Außenamtssprecherin Hua Chunying am Dienstag auf einer Pressekonferenz.

Yang ist zugleich Direktor der Kommission für Außenbeziehungen des Zentralkomitees der KP Chinas.

Wei Fenghe, Staatsrat und Verteidigungsminister, wird ebenfalls an den Gesprächen teilnehmen.

Beijing und Washington seien jüngst darin übereingekommen, die zweite Runde der Gespräche im Oktober abzuhalten, aber die Vereinigten Staaten hätten um eine Verlegung des Termins gebeten, so Hua in einem Statement vom Oktober.

Die Erklärung über den Start der zweiten Gesprächsrunde erfolgt nur wenige Tage nach einem Telefonat zwischen Staatspräsident Xi Jinping und US-Präsident Donald Trump, in welchem sie bilaterale Handelsfragen erörtert und darin überein gekommen waren, sich am Rande des bevorstehenden G20-Gipfels in Argentinien zu treffen.

Über den Handelsstreit sagte Hua, dass China und die USA den Konflikt auf der Grundlage von Gleichheit, gutem Willen und gegenseitigem Respekt angemessen behandeln sollten.

"Wir hoffen, dass Wirtschaftsexperten aus beiden Ländern den Konsens, den die beiden politischen Führer erzielt haben, aufrichtig umsetzen werden, ihre Kontakte verstärken und die Kommunikation ausbauen, Konsultationen über Fragen gegenseitigen Interesses führen, um so eine für alle Seiten akzeptable Übereinkunft zu erzielen."

Der chinesisch-amerikanische Dialog zu diplomatischen und sicherheitspolitischen Fragen ist einer von vier hochrangigen Dialogen, die von den beiden Staatsoberhäuptern letztes Jahr ins Leben gerufen worden waren. In ihnen soll die künftige Marschrichtung der bilateralen Beziehungen festgelegt werden. Die drei weiteren Dialoge sind mit Fragen der Wirtschaft, der Strafverfolgung, der Sicherheit im Cyberspace und mit sozialen und kulturellen Themen befasst.

Ebenfalls am Dienstag zitierte Reuters Vizepräsident Wang mit den Worten, dass die gegenwärtige Welt vor zahlreichen ernsten Problemen stünde, was eine enge Zusammenarbeit zwischen China und den USA erforderlich mache. Es sei die feste Überzeugung Beijings, dass die beiden Länder durch Kooperation gewönnen, durch Konfrontation aber verlören.

Wang sagte auf dem Bloomberg New Economy Forum in Singapur, dass die sino-amerikanischen Beziehungen einen direkten Einfluss auf Stabilität und Entwicklung der Welt hätten. Er fügte hinzu, dass China ruhig bleiben und einen kühlen Kopf bewahren werde. Eine weitere Öffnung und Arbeit zu gegenseitigem Nutzen seien vorgesehen.