In seiner Schlüsselrede bei der Eröffnungszeremonie der „China International Import Expo“ in Shanghai am Montag stellte Staatspräsident Xi Jinping klar, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt stark hinter dem Multilateralismus und dem Freihandelssystem steht.

China werde seine Türe zur Welt nicht versperren und werde sie angesichts von Unilateralismus und Protektionismus noch weiter öffnen, wie er gelobte. Obwohl das Land mit Herausforderungen konfrontiert sei, die man lösen müsse, werde seine Entwicklung nicht steckenbleiben, solange man die Türen zur auswärtigen Welt nicht versperre. Das Versprechen von Xi, wonach China sein Importpotenzial weiter ausschöpfen und den Zugang zu seinen Markt weiter ausbauen werde, dürfte das Vertrauen der Welt in die chinesische Wirtschaft und ihre anhaltenden Beiträge zur Weltwirtschaft weiter stärken.

Die Reform- und Öffnungspolitik, die China vor 40 Jahren in Gang gebracht habe, sei dem Trend der Globalisierung definitiv gefolgt, und sie habe China dabei geholfen, das zu werden, was es jetzt ist. Es sei jedoch auch richtig zu sagen, dass die Weltwirtschaft ohne die Globalisierung und ohne Chinas Öffnung nicht das wäre, was sie jetzt ist.

Es gäbe Länder, die eher auf Protektionismus als auf die wirtschaftliche Umstrukturierung zurückgreifen, um sich an die durch den Trend zur Globalisierung hervorgerufenen Veränderungen anzupassen. Die Globalisierung habe jedoch für alle Volkswirtschaften, wenn nicht sogar alle Menschen zugenommen. Diese Länder sollten akzeptieren, dass die Praktiken des Gesetzes des Dschungels und des Prinzips „Der Sieger bekommt alles“ nur zu einer Sackgasse führen werden.

China werde daher neue Möglichkeiten schaffen und keine Mühen scheuen, um eine Geschäftsumgebung auf höchster Ebene zu schaffen, neue Höhepunkte für den Öffnungsprozess zu kreieren sowie die bilaterale und multilaterale Kooperation weiter zu fördern. Gleichzeitig müssten andere Volkswirtschaften ebenfalls ihren Teil dazu beitragen, den Raum für Kooperationen von gegenseitigem Nutzen auszuweiten.

Wenn man die Reibung zwischen Freihandel und Protektionismus mit einem Tauziehen in der Weltwirtschaft vergleiche, sei die Expo in Shanghai, die bis Samstag andauern wird, ein starkes Zugpferd für den Freihandel. Nicht nur, weil dies die erste staatliche Ausstellung dieser Art sei, die jemals in der Welt stattgefunden habe, sondern auch, weil sie die Entschlossenheit der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt ausdrücke, das Banner des Multilateralismus für die gemeinsame Entwicklung hoch zu halten.

Die wirtschaftliche Globalisierung sei ein umumkehrbarer Trend. Sie müsse ohne Zweifel inklusive gestaltet werden, doch egal, ob man sie nun mag oder nicht, man könne sie nicht stoppen oder umkehren. Xis Rede zeigt, dass China sich verpflichtet hat, vorwärts zu blicken und weiter zu gehen. Andere Länder sollten dasselbe tun und in eine gemeinsam geteilte Zukunft blicken, anstatt sich an die Vergangenheit zu klammern.