Unter Aufrechterhaltung seiner Frontstellung gegen einseitige Sanktionen sagte China am Montag, dass es weiterhin eine faire, objektive und verantwortungsbewusste Haltung einnehme und seine legitimen Rechte trotz der gestern in Kraft getretenen Sanktionen der USA gegen den Iran entschlossen wahren werde.

Die zweite Runde der US-Sanktionen ziele auf das iranische Transportwesen sowie die Bereiche Banken und Finanzen und die Energiewirtschaft, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag.

"China bedauert die Entscheidung der USA. Wir stellen fest, dass die internationale Gemeinschaft geschlossen gegen diese Praxis der Verhängung einseitiger Sanktionen Stellung bezogen hat," sagte die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums Hua Chunying am Montag auf einer Pressekonferenz.

Der Iran habe gewissenhaft seine unter dem Joint Comprehensive Plan of Action (JCPOA) eingegangenen Verpflichtungen erfüllt, was von der Internationalen Atombehörde zwölfmal bestätigt wurde.

Hua wies darauf hin, dass China seine rechtlich wohlbegründeten Interessen wahren und zugleich die Bestimmungen des JCPOA einhalten werde. Sie rief die betreffenden Parteien dazu auf, sich auf richtigen Seite der Geschichte zu positionieren.

Nach Ansicht von Mei Xinyu von der Chinesischen Akademie für Internationalen Handel und wirtschaftliche Zusammenarbeit sollten chinesische Firmen die Risiken im Auge behalten, die durch Preisschwankungen auf dem Rohölmarkt entstünden.

Mei sagte am Montag, dass einige chinesische Unternehmen bereits Maßnahmen ergriffen hätten, um sich vor negativen Auswirkungen der Sanktionen zu schützen.

Die Bank of Kunlun, ein Finanzinstitut im Besitz von Chinas größtem Erdölproduzenten China National Petroleum Corporation, hat seine Kunden davon in Kenntnis gesetzt, mit dem 1. November 2018 seine Yuan-Transaktionen mit dem Iran einzustellen. Dies berichtete Reuters am 23. Oktober unter Hinweis auf gut unterrichtete Kreise.

Bis Redaktionsschluss reagierte die Bank nicht auf eine Interviewanfrage der Global Times.

China fürchte keine nennenswerten Auswirkungen der von den USA verhängten Sanktionen, so Mei.

Mei wies darauf hin, dass China erfahren darin sei, die legitimen Interessen seiner Unternehmen im Iran-Geschäft zu wahren, auch unter den Bedingungen von Sanktionen.